für die Freunde der Deutschen Schreibschrift ein Beitrag von mir über das Tripmadam.
Viel Spass beim Lesen.
Eine dicke Dame
Das Pflänzlein kommt manchmal auf alten Weinbergmauern vor. In den
letzten Jahren ist es selten geworden. Man nennt es Tripmadam auch
Tannensedum, da es grünen Tannentrieben gleicht, welche auf dem Boden
liegen. Der Name Tripmadam kommt aus dem fränzösischem und bedeutet
soviel wie „dicke Dame“. Eine Anspielung auf ihre fleischigen Wasser
speichernden Blätter. Diese klein geschnittenen Blätter sind mineralreich und
finden Verwendung als Salatzugabe. Vom Geschmack sind sie angenehm
säuerlich und erfrischend. Wem das Kraut nicht schmeckt, der sollte es
trotzdem einmal im Garten anpflanzen. Im Juni blüht es überreich mit
goldenen Blütendolden auf 20 cm hohen Stielen. Man kann es auch auf der
Fensterbank stellen. So hat man auch im Winter frisches Kraut für die
Küche.