Neue Züchtung- nicht immer mit Erfolg

UllaL

Neue Züchtung- nicht immer mit Erfolg

Beitrag von UllaL »

............. was für ein Ärger .............. da wartet man 22 Monate auf die erste Blüte einer Kreuzung und dann kommt so etwas bei raus ...... viel versprechend von den Farben aber ein Krüppel .........
Eine Knospe ist nicht in Sicht ... wer weiß wann ich da endlich wirklich sehe was bei der Kreuzung raus gekommen ist.

Herzliche Grüße
Ulla
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UllaL

Re: Neue Züchtung-nicht immer ein Erfolg

Beitrag von UllaL »

........ übrigens hat mir die Schwester der verkrüppelten Schönheit auch nur eine Krüppelblüte als erste Blüte gezeigt .... und bislang keine weitere Blüte.
Sieht so aus als sei in dieser Kreuzung der Wurm drin, aber da die ersten Blüten noch Pubertätsblüten sind muss man Geduld haben und abwarten was die erwachsene Pflanze zeigt.

Herzliche Grüße
Ulla
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Tetje
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Re: Neue Züchtung- nicht immer mit Erfolg

Beitrag von Tetje »

Hallo zusammen,

als ich mit der Züchtung angefangen habe, habe ich die Ratschläge vieler bekannter Züchter befolgt. Eine verkrüppelte Blüte, die Züchtung gehört auf dem Kompost. Bei mir bekommt jeder Sämling seine zweite Chance, eine zweites Jahr, und die sieht immer ganz anders aus. ;)

Ich persönlich würde den Sämling genau beobachten und abwarten, sollte sich die verkrüppele Blüte wiederholen, würde ich ihn entsorgen.

Was macht die Zucht mit dem Hibiskus so besonders und was für Züchtungen(Farben) stehen bei den Hibiskenfreunden hoch im Kurs?
Viele Grüße
Tetje

„Habt Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“
Johann Wolfgang von Goethe
UllaL

Re: Neue Züchtung- nicht immer mit Erfolg

Beitrag von UllaL »

Tetje,

die ersten Blüten von einer Kreuzung sind immer Pubertätsblüten, denen darf man nicht trauen!!!
Grundsätzlich muss man die nächsten Blüten abwarten denn da ergeben sich oftmals noch ungeheure Veränderungen. Außerdem muss man auch erst sehen wie sich der Sämling macht wenn er veredelt gezogen wird, auch das kann das Aussehen nochmal verändern.

Ich ärgere mich nur wenn nur eine Knospe dran ist und dann so eine Krüppelblüte bei herauskommt ... es dauert hier in Deutschland so entsetzlich lange bis man dann die wirkliche Form und Farbe einer neuen Blüte sieht.
Ansonsten bin ich ein geduldiger Mensch der es abwarten kann was sich bei den Kreuzungen so zeigt. Bevor eine Kreuzung einen Namen bei mir bekommt muss sie sich sowieso erst mal zwei bis drei Jahre bewähren, auf eigenen Wurzel, veredelt und in fremder Obhut.

Was die Kreuzerei von den Hibisken so außerordentlich interessant macht ist dieser unendlich Genpool aus dem jeder neue Sämling schöpft. Ist doch verrückt dass nicht mal Geschwisterpflanzen aus einer Samenkapsel Ähnlichkeiten miteinander haben müssen sondern völlig unterschiedlich aussehen können ... so wie bei uns Menschen auch.

Die Farben "blau" und Braun sind inzwischen gefragt, aber auch die mehrfarbigen Hibisken werden heiß geliebt.
Die sich entwickelnden Muster, Streifen, Spritzer, Flecken sind zusammen mit einer besonderen Farbgebung unschlagbar!
All die Sonnenschein-Farben sind mehr und mehr in den Hintergrund geraten, bei Rosa und rosigen Tönen gähnen die Leute nur noch.
Bei roten Hibisken ist ausschlaggebend ob sie Extras zeigen wie weiße oder gelbe Flecken/Spritzer, ob sie eine besondere Form haben, dann sind sie eventuell noch interessant.
Gelbe und weiße Hibisken haben ihre kleine Fangemeinde, aber eben nur kleine.
Manche haben auch Freude an sich im Laufe der Blütezeit verändernden Farben, auch wenn sie einfacher, also nur zwei- oder dreifarbig sind.

Herzliche Grüße
Ulla
UllaL

Re: Neue Züchtung- nicht immer mit Erfolg

Beitrag von UllaL »

Das Thema kann bei mir bleiben ;-)
schaut euch doch bloß diesen Mickerling an, 4 Jahre hat die Pflanze gebraucht um mir die erste Blüte zu zeigen und dann das ..... :shock:
Dabei sind das exzellente Eltern: Sweet Violet X meiner Eigenzüchtung Remembrance x Topaz Glory
Ich weiß dass Sweet Violet dominant ist, hat man bei fast all ihren Kindern gesehen, aber was sie mir da abgeliefert hat ist eine Frechheit.

Aber ich habe sie trotzdem bestäubt, mit einer groß und oftmals doppelt blühenden Irish Eyes.
Sollte sie den Pollen erfolgreich aufgenommen haben wird vielleicht aus dem Kümmerling in der nächsten Generation eine Mutter von einer besonderen Schönheit :-)

Herzliche Grüße
Ulla
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Re: Neue Züchtung- nicht immer mit Erfolg

Beitrag von Tetje »

Hallo Ulla,

damit es dich ein wenig beruhigt, oft ist die zweite und folgende Kreuzung entscheidend, bei diesen Nachkommen vererben meistens die Großeltern ihre 'guten' Eigenschaften. Das ist bei den Engelstrompeten- und Klivienkreuzungen nicht anders. 8-)

Im Moment blüht bei mir eine neue Engelstrompetenzüchtung, eine B.sanguinea Hybride, die Mutter
war schon auf dem Wege zum Kompost(blasse Farbe) und ich habe trotzden mit ihr noch einen Versuch gestartet.
Die Farbe ist nun etwas besonderes und hier haben sich eindeutig die Großeltern durchgesetzt. ;)

Ich halte nicht viel von der These, die Monika G. und einige andere ET-Züchter verbreiten. Ist die erste Nachkommenschaft nichts, sollte die Pflanze vernichtet werden. Nur wenn ich so arbeiten würde als
Züchter, könnte ich mir nie eine Linie aufbauen. ;)
Viele Grüße
Tetje

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UllaL

Re: Neue Züchtung- nicht immer mit Erfolg

Beitrag von UllaL »

Hallo Tetje,

Du hast vollkommen Recht, auch mit auf den ersten Blick "unwürdigen" Neuzüchtungen sollte man(n)/frau weiterarbeiten und deshalb ist sie auch mit der wunderschönen Irish Eyes bestäubt worden.
Auch meine vorherigen Krüppelblüten wurden mit anderen Sorten bestäubt sodass die Nachkommen wieder eine Chance haben.
Ich sortiere wirklich nur die Sorten aus die ständig wieder Makel zeigen (schlappende Blüten durch zu dünne Blütenblatttextur usw.) und auch bei den Nachkommen keine Freude aufkommt.

Charles Atiu aus Moorea/Tahiti hat seine großartigen Züchtungen auf nur 30 Sorten aufgebaut!
Allerdings hat er das Glück dass er innerhalb des ersten Jahres die ersten Blüten zu sehen bekommt, wo wir hier doch wesentlich länger auf die erste Blüte warten müssen, siehe die 4 Jahre für den Mickerling :-(

Anbei das Foto des Pollengebers.

Herzliche Grüße
Ulla
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Re: Neue Züchtung- nicht immer mit Erfolg

Beitrag von Monika »

Hallo,

Zitat: "Ich halte nicht viel von der These, die Monika und einige andere ET-Züchter verbreiten"

Jetzt musste ich aber wirklich mal nachdenken :? Dazu hatte ICH bisher aber noch keine These :lol: :lol: Es muss sich wohl um eine andere Monika handeln.

Soweit bin ich ja noch nicht! Ich hoffe, dass meine Sämlinge gut über den Winter kommen und dann bei viel Glück vielleicht im nächsten Jahr blühen könnten. Es muss ja wirklich zunächst aufregend sein, wenn eine neue Kreuzung eine Knospe hat und dann die große Enttäuschung , nach monater - oder jahrelanger Pflege, wenn nicht das ersehnte heraus kommt. Aber auch bei den gekauften und veredelten Pflanzen erfüllen häufig die ersten 2-3 Blüten nicht dass, was man erwartete.

Liebe Grüße

Monika
Liebe Grüße

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Re: Neue Züchtung- nicht immer mit Erfolg

Beitrag von Tetje »

Damit keine Missverständnisse aufkommen :mrgreen: , habe ich das korrigiert. ;) :D ;)

Du züchtest Engelstrompeten(ET)? :o
Viele Grüße
Tetje

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Re: Neue Züchtung- nicht immer mit Erfolg

Beitrag von Lily-Dude »

Hm, unter uns gesagt: ich find den "Mickerling" wunderschön, weil mir persönlich diese "Windmühlenblüten" wahnsinnig gut gefallen - soz. der "Wildform"-Aspekt.

Also, bevor du ihn dem Kompost übergibst, bitte lieber mir schicken. :mrgreen:
Liebe Grüße aus Tirol
Markus
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