Hallo
Gestern konnte ich von unserem Küchenfenster aus ein seltenes Schauspiel erleben. In einer wilden Verfolgungsjagd flog ein großer Vogel direkt hinter einem Kleinen. Die wilde Jagd ging entlang der Hecke. Mit akrobatischen Flugmanövern versuchte der kleine Vogel den Großen abzuhängen. Immer wieder flog der Kleine durch Lücken in der Hecke, wohl in der Hoffnung, daß der Große nicht folgen konnte. Endlich hatte der Kleine eine Lücke gefunden, die für den Großen zu klein war. Der Große mußte abdrehen und setzte sich auf einen nahen Ast. Der Kleine hatte sich inzwischen ins dichte Gehölz der Hecke verzogen. Erst jetzt konnte ich erkennen was das für Vögel waren. Der Kleine war eine Kohlmeise und der Große ein Merlin. Ein Merlin ist der kleinste Falke in Europa. Da saß er nun und mußte schwer nach Luft ringen. Ein wunderschönes Tier mit beiger, dunkelbraun gesprenkelter Brust und silbergrauen Flügeln.
Die kleine Kohlmeise hatte durch ein intelligentes Flugmanöver den weitaus stärkeren Gegner abgeschüttelt.
Gruß
Roni
Vogeljagd im Garten
- Roni
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Vogeljagd im Garten
Zuletzt geändert von Tetje am Do 15. Jan 2015, 18:46, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Garten in der Überschrift eingefügt
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Gruß
Roni
Roni
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Re: Vogeljagd im Garten
Hallo Roni,
danke für deine tolle Beobachtungen in der Vogelwelt!
So gab es ja doch ein gutes Ende für die kleine Meise.
Gruß
Sigrid
danke für deine tolle Beobachtungen in der Vogelwelt!
So gab es ja doch ein gutes Ende für die kleine Meise.
Gruß
Sigrid
Herzliche Grüße
Sigrid
Sigrid
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Athyriana
Re: Vogeljagd im Garten
Danke Roni, daß Du uns an diesem Erlebnis teilhaben läßt. Es freut mich zu lesen, daß die Kleinen auch gewinnen können.
Ich habe eine ähnliche Jagd genau vor meinem Wohnzimmerfenster im Febr. 2013 erlebt, diese ging zu Gunsten des Greifvogels, einem jungen Sperbermännchen aus. Dieser hatte eine Amsel geschlagen, am Futterplatz der Kleinvögel, den ich dort eingerichtet habe. Ich wurde durch das Flattern vor dem Fenster darauf aufmerksam. Der Sperber war unglücklicherweise mit seiner Beute in die Äste der Forsytie gefallen, weil sie zu schwer war. Da ich gerade die Kamera zur Hand hatte konnte ich die ganze Szene in einer Fotoserie festhalten. Es sieht für uns Menschen grausam aus, jedoch tötet ein Greifvogel aus Hunger und nicht aus Vergnügen.
Ich dachte immer, so ein Greifvogel kann nur gewinnen wenn der kleinere Vogel geschwächt ist. Jedoch auch eine unaufmerksame Amsel wird schnell zur Beute, wie ich feststellen mußte.
Die Jagdtszenenfotos möchte ich jetzt hier nicht zeigen, es ist zwar der Lauf der Natur, jedoch so auf einem Fotos sieht es schon arg heftig aus.
Ich hatte jedoch auch Glück, denn der Sperber blieb noch fast eine halbe Stunden vor dem Fenster unter einem Busch sitzen um zu fressen weil er es nicht schaffte mit der schweren Beute abzuheben. So hatte ich Gelegenheit eine schöne Nahaufnahme zu machen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.
Ich habe eine ähnliche Jagd genau vor meinem Wohnzimmerfenster im Febr. 2013 erlebt, diese ging zu Gunsten des Greifvogels, einem jungen Sperbermännchen aus. Dieser hatte eine Amsel geschlagen, am Futterplatz der Kleinvögel, den ich dort eingerichtet habe. Ich wurde durch das Flattern vor dem Fenster darauf aufmerksam. Der Sperber war unglücklicherweise mit seiner Beute in die Äste der Forsytie gefallen, weil sie zu schwer war. Da ich gerade die Kamera zur Hand hatte konnte ich die ganze Szene in einer Fotoserie festhalten. Es sieht für uns Menschen grausam aus, jedoch tötet ein Greifvogel aus Hunger und nicht aus Vergnügen.
Ich dachte immer, so ein Greifvogel kann nur gewinnen wenn der kleinere Vogel geschwächt ist. Jedoch auch eine unaufmerksame Amsel wird schnell zur Beute, wie ich feststellen mußte.
Die Jagdtszenenfotos möchte ich jetzt hier nicht zeigen, es ist zwar der Lauf der Natur, jedoch so auf einem Fotos sieht es schon arg heftig aus.
Ich hatte jedoch auch Glück, denn der Sperber blieb noch fast eine halbe Stunden vor dem Fenster unter einem Busch sitzen um zu fressen weil er es nicht schaffte mit der schweren Beute abzuheben. So hatte ich Gelegenheit eine schöne Nahaufnahme zu machen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.
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Ada
Re: Vogeljagd im Garten
Hallo Roni und Athyriana,
danke für die Beschreibungen Eurer interessanten Vogelbeobachtungen.
Schon lange spiele ich mit dem Gedanken, hier über ein ähnliches Erlebnis zu berichten, das mir nun unter diesem Titel 'Vogeljagd' sehr gut zu passen scheint:
Wir haben hinter dem Haus einen Hof mit betoniertem Boden, dort stehen Schuppen für Arbeitsgeräte und eine Pergola mit langen Hängepflanzen, dahinter ist Gartengelände.
Im vorigen Sommer stand ich nun auf dem Hof hinter der Pergola, als ich links von mir über dem Garten plötzlich ein Flattern und Flitzen bemerkte, zwei Vögel anscheinend - die dann plötzlich vor der Pergola auf dem Betonboden des Hofes landeten: ein Sperber hatte eine Jungamsel geschlagen. Der Abstand zu den Vögeln am Boden betrug keine drei Meter (ich habe später nachgemessen), so nahe habe ich noch nie einen Raubvogel in Freiheit gesehen. Ich wagte kaum zu atmen, geschweige denn, mich zu bewegen, damit ich den Sperber nicht erschrecke, und er seine Beute verliert. Durch die Hängepflanzen war ich gut verdeckt, und der Vogel konnte mich wohl nicht als Mensch erkennen.
Er saß da mit seiner Beute, mir zugewandt, und hatte die Flügel flach ausgebreitet. Die Jungamsel bewegte sich noch ein paar Mal schwach, dann rührte sie sich nicht mehr. Der Sperber schaute sich noch mehrmals um, dann flog er auf und setzte sich mit seiner Beute zuerst auf einen der unteren Zweige einer Tanne, bevor er dann wegflog, wie ich annahm, um die Beute seinen Jungen zu bringen.
Dieses Erlebnis hat mich tief beeindruckt, und ich sehe es heute noch deutlich vor Augen.
Viele Grüße,
Ada
danke für die Beschreibungen Eurer interessanten Vogelbeobachtungen.
Schon lange spiele ich mit dem Gedanken, hier über ein ähnliches Erlebnis zu berichten, das mir nun unter diesem Titel 'Vogeljagd' sehr gut zu passen scheint:
Wir haben hinter dem Haus einen Hof mit betoniertem Boden, dort stehen Schuppen für Arbeitsgeräte und eine Pergola mit langen Hängepflanzen, dahinter ist Gartengelände.
Im vorigen Sommer stand ich nun auf dem Hof hinter der Pergola, als ich links von mir über dem Garten plötzlich ein Flattern und Flitzen bemerkte, zwei Vögel anscheinend - die dann plötzlich vor der Pergola auf dem Betonboden des Hofes landeten: ein Sperber hatte eine Jungamsel geschlagen. Der Abstand zu den Vögeln am Boden betrug keine drei Meter (ich habe später nachgemessen), so nahe habe ich noch nie einen Raubvogel in Freiheit gesehen. Ich wagte kaum zu atmen, geschweige denn, mich zu bewegen, damit ich den Sperber nicht erschrecke, und er seine Beute verliert. Durch die Hängepflanzen war ich gut verdeckt, und der Vogel konnte mich wohl nicht als Mensch erkennen.
Er saß da mit seiner Beute, mir zugewandt, und hatte die Flügel flach ausgebreitet. Die Jungamsel bewegte sich noch ein paar Mal schwach, dann rührte sie sich nicht mehr. Der Sperber schaute sich noch mehrmals um, dann flog er auf und setzte sich mit seiner Beute zuerst auf einen der unteren Zweige einer Tanne, bevor er dann wegflog, wie ich annahm, um die Beute seinen Jungen zu bringen.
Dieses Erlebnis hat mich tief beeindruckt, und ich sehe es heute noch deutlich vor Augen.
Viele Grüße,
Ada
- Roni
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Re: Vogeljagd im Garten
Hallo Athyriana
Deine Aufnahmen sehen alle sehr professionell aus und man merkt deutlich deine Freude am fotografieren. Auch ich habe natürlich versucht von dem Merlin eine Aufnahme zu machen. Er saß höchstens 5m vom Fenster weg und mit einem 200mm Tele wäre das eine wunderbare Aufnahme geworden. Leider kam ich zu spät.
Gruß
Roni
Deine Aufnahmen sehen alle sehr professionell aus und man merkt deutlich deine Freude am fotografieren. Auch ich habe natürlich versucht von dem Merlin eine Aufnahme zu machen. Er saß höchstens 5m vom Fenster weg und mit einem 200mm Tele wäre das eine wunderbare Aufnahme geworden. Leider kam ich zu spät.
Gruß
Roni
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Roni
Roni
- Raphia1012
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Re: Vogeljagd im Garten
Hallo an alle
Das sind ja herzergreifende Geschichten die ihr beschrieben habt,
aber so ist die Natur, wundervoll und auch grausam.
Wenn man im Garten solche Attacken hautnah miterlebt bekommt man eine Gänsehaut.
In meinem Garten treibt auch ein Sperber sein Unwesen, besonders in den letzten Wochen
sind die anderen Vögel sehr scheu geworden. Da in der näheren Umgebung kaum hohe
Bäume stehen hat er hier freie Flugbahn, wie ein Blitz erscheint er nur wenige Meter über dem Boden.
Aber mein Garten ist von einer großen Hecke umgeben und viele Sträucher bieten den kleineren Vögeln
Schutz.
Athyriana, dein Foto ist ein Meisterschuß,
einfach herrlich anzusehen.

Das sind ja herzergreifende Geschichten die ihr beschrieben habt,
aber so ist die Natur, wundervoll und auch grausam.
Wenn man im Garten solche Attacken hautnah miterlebt bekommt man eine Gänsehaut.
In meinem Garten treibt auch ein Sperber sein Unwesen, besonders in den letzten Wochen
sind die anderen Vögel sehr scheu geworden. Da in der näheren Umgebung kaum hohe
Bäume stehen hat er hier freie Flugbahn, wie ein Blitz erscheint er nur wenige Meter über dem Boden.
Aber mein Garten ist von einer großen Hecke umgeben und viele Sträucher bieten den kleineren Vögeln
Schutz.
Athyriana, dein Foto ist ein Meisterschuß,
einfach herrlich anzusehen.
Viele Grüße
Raphia
Raphia