Pelargonium fulgidum - Schöllkrautblättrige Pelargonie

Gast

Pelargonium fulgidum - Schöllkrautblättrige Pelargonie

Beitrag von Gast »

Mit dieser Pelargonie stelle ich eine der aufregendsten Arten vor.
Aufregend deshalb, weil sie mit vielen anderen Arten gekreuzt wurde und immer phantastische
Nachkommen hatte/ hat.

Eine wundervolle Pelargonie

Familie/ Gattung:

Geraniaceae / Pelargonium
Artname:
Pelargonium fulgidum (L.) L' Herit.
Sektion:
Ligularia [alt: Polyactium]
Sortenname:
- -
Eltern:
--
Blütenfarbe:
leuchtend rot
Blütezeit:
Sommer
Höhe:
ca. 20 - 30 cm
Standort:
Sonnig
Boden:
durchlässig
Pflege:

siehe Beschreibung
Besonderes / Anmerkungen:
Diese Pelargonie hat eine besonders intensive Blütenfarbe



2 x Nektarsporn; s.auch gesonderten Beitrag
. . [

Pelargonium fulgidum = Schöllkrautblättrige Pelargonie

Mit seinem silbrigen Laub und den leuchtend roten Blüten ist dieser mehrjährige Zwergstrauch eine besondere Schönheit.
Diese wunderbar leuchtende Farbe machte ihn zum Elternteil vieler älterer und auch moderner Hybriden. Das leuchtende Rot wird sehr dominierend weitergegeben.
Er kann - wenn er am heimatlichen Standort von anderen Pflanzen unterstützt wird, sehr hoch werden. Von 0,4 – 1m ( 2m ). Diese Ausmasse erreicht er aber bei unserer Topfkultur nicht.
Die verholzenden Stängel sind halbsukkukent und dicht mit häutigen Nebenblättern bedeckt.
Die Blätter sind herzförmig mit gezackten Rändern und mit silbern schimmernden Haaren bedeckt.
Die behaarten Blätter halten die Nachtfeuchtigkeit durch Kondensation von
Nebel fest.

Die Blütenfarbe ist kräftig rot, es soll aber auch mehr pink- bis rosafarbene
Klone geben.
Blütezeit Juni- Herbst.
Am Heimatstandort wächst Pelargonium fulgidum auf Granitfelsen oder auf Sanddünen in Küstennähe.
Linne benannte diese Pelargonie als Geranium fulgidum - was ja unter anderen zu dem noch heute gebräuchlichen Namenswirrwar führte.

Während viele Pelargonien durch tag- oder nachtaktive Insekten bestäubt werden, siehe auch den Beitrag : „Bestäubungsmechanismen bei Pelargonien“ - findet die Bestäubung von Pelargonium fulgidum durch einen Vogel statt.

Pelargonium fulgidum kann durch Stecklinge vermehrt werden.
Nach dem Schneiden etwas atrocknen lassen, den Steckling dann in ein sandiges ( auch kiesiges) Substrat geben, leicht anfeuchten schattiert aufstellen.
Weiterhin kühl, langsam und trocken bewurzeln lassen. Nach 4-5 Wochen kann man mit Wurzeln rechnen.
Sobald die Stecklinge Wurzeln haben , topft man sie in ein gut durchlässiges Substrat und kann sie dann - je nach Witterung – ca. jeden 3.ten Tag gießen.

Bei Pelargonium fulgidum ist noch ein weiteres Merkmal der Unterschiede zwischen Pelargonium und Geranium besonders deutlich ausgeprägt.
Der sogenannte - Nektarsporn = Hypanthium - . Der wird einem gesonderten Kapitel vorbehalten.
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Tetje
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Re: Pelargonium fulgidum - Schöllkrautblättrige Pelargonie

Beitrag von Tetje »

Du brauchst u.a. nur diese wundervollen Beiträge in einem
Manuskript unterbringen und das Manuskript zum Ulmer-Verlag senden.... :kings_cuinlove:
Viele Grüße
Tetje

„Habt Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“
Johann Wolfgang von Goethe
Gast

Re: Pelargonium fulgidum - Schöllkrautblättrige Pelargonie

Beitrag von Gast »

Diese Pelargonie - Pelargonium fulgidum - ist so schön, dass man sie immer wieder fotografieren möchte.
Deshalb mal wieder ein neuer Fototermin.
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Zuletzt geändert von Tetje am So 25. Jun 2017, 18:21, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Deutsche Schreibweise nachgetragen
Gast

Re: Pelargonium fulgidum - Schöllkrautblättrige Pelargonie

Beitrag von Gast »

Pelargonia hat geschrieben:

Während viele Pelargonien durch tag- oder nachtaktive Insekten bestäubt werden, siehe auch den Beitrag : „Bestäubungsmechanismen bei Pelargonien“ - findet die Bestäubung von Pelargonium fulgidum durch einen Vogel statt.
Ja, liebe Ivonne, das frage ich mich auch.
Denn - siehe Bild - ist eine ganze Dolde ( Dolde ist jedoch botanisch nicht ganz korrekt - das gibt einen gesonderten Beitrag ) bestäubt. Man sieht tagsüber aber auch keine Hummeln, die das bewerkstelligt haben könnten. Und nachtaktive Bestäuber - was käme da infrage ??

Es müssen ja insektenähnliche Bestäuber sein, deren Saugorgan so groß ist, dass sie bis in den Nektarsporn eintauchen können und der ist bei Pelarg. fulgidum 18mm lang.

Fledermäuse - ich habe nur bei Beginn der Dunkelheit keine bei uns in der Nähe meiner Pflanzen herumfliegen sehen.

Die Frage muss leider offen bleiben - vorerst !!

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Pauline
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Re: Pelargonium fulgidum - Schöllkrautblättrige Pelargonie

Beitrag von Pauline »

Hallo Pelargonia,

möchte meine sturmerprobte Pel. fulgidum mal vorstellen. Leider hat sie bei dem fürchterlichen Sturm sämtliche Nebentriebe verloren. Nur die Spitze ist geblieben, die blüht aber ganz toll. Die Blütenfarbe ist wirklich ein Knaller. Die Blüten sind doch recht klein, aber sie haben eine Leuchtkraft, dass sie nicht zu übersehen sind.

Mir ist bei der P.fulgidum aufgefallen, dass sie sparrig wächst. Hab sie einfach wachsen lassen, ohne Stütze und vermutlich hat sie deshalb soviel Schaden genommen. Wäre es sinnvoll die Pelargonie zu stüzen?
Leuchtende Blüten
Neben der P. fulgidum steht meine neue Errungenschaft, P. gibbosum. Die scheint genau solch einen sparrigen Wuchs zu haben.

Viele Grüße
Pauline
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RosaRot (unerwünscht)

Re: Pelargonium fulgidum - Schöllkrautblättrige Pelargonie

Beitrag von RosaRot (unerwünscht) »

Pelargonium fulgidum wird von "sunbirds" bestäubt, zu deutsch heißen diese Vögel "Nektarvögel". Ich leite Euch mal weiter dorthin, wo Ihr etwas darüber lesen könnt:

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Gast

Re: Pelargonium fulgidum - Schöllkrautblättrige Pelargonie

Beitrag von Gast »

Das habe ich bisher auch geglaubt.
Kann aber nicht ganz stimmen, denn wir haben keine Honigvögel bei uns und dennoch ist meine Pelargonium fulgidum bestäubt.
Ich habe weder Taubenschwänzchen - welches evtl. infrage kommen würde, noch Fledermäuse o. ä. bei uns herumfliegen sehen.

Also immer noch unbeantwortet. ( Siehe Beitrag oben).
Neueste Bilder, teilweise heute, vor ca. 1 Stunde:
Pauline, ich freue mich, dass Du uns Deine Pel. fulgidum gezeigt hast und Deine neue Errungenschaft - Pel. gibbosum. Hast Du denn Interesse an Aussaaten von Pel. - Wildarten??
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RosaRot (unerwünscht)

Re: Pelargonium fulgidum - Schöllkrautblättrige Pelargonie

Beitrag von RosaRot (unerwünscht) »

Pelargonia hat geschrieben:Das habe ich bisher auch geglaubt.
Kann aber nicht ganz stimmen, denn wir haben keine Honigvögel bei uns und dennoch ist meine Pelargonium fulgidum bestäubt.
Das ist ja toll, dass Dein P. fulgidum auch ohne Vögel bestäubt wird!
In sämtlichen südafrikanischen Abhandlungen (z.B. in einer Beschreibung des bot. Gartens Kirstenbosch, ) wird darauf hingewiesen, dass P. fulgidum zu den Pflanzen gehört, die durch Nektarvögel
bestäubt werden. Es gibt ja solcher Pflanzen noch mehr und in etlichen Untersuchungen wurden die Abhängigkeiten zwischen morphologischen Besonderheiten der Pflanzen und Vögel untersucht.
In einem Buch wird der passende Vogel auch genannt: Lesser (oder auch southern) double-collared sunbird.
Dann scheint es also zusätzlich zu den Vögeln weiter Interessenten für die Blüten zu geben, denn sonst hätten Deine ja keine Samen, vielleicht siehst Du ja doch mal, wer da zu Gange ist?
Gast

Re: Pelargonium fulgidum - Schöllkrautblättrige Pelargonie

Beitrag von Gast »

Das mit der Vogelbestäubung hat uns ( GG und mir) Prof. F. Albers ( der deutsche Pelargonienspezialist) etwa Mitte der 1990 Jahre erzählt, als wir den Botan. Garten Münster besuchten.
Wenn ich mich richtig erinnere, sagte er, die südafrikanischen Botaniker hätten anfangs ( ??) nicht gewusst, wer der Bestäuber von Pel. fulgidum wäre und er habe sich hingesetzt um zu beobachten, wer dafür denn nun infrage käme - und dabei ist das mit dem Vogel herausgekommen. GG hat die gleiche Erinnerung !

Die Spornlänge ( Länge des Hypanthiums) beträgt bei Pelargonium fulgidum 21 mm - das heißt der Bestäuber muss schon recht langrüsselig sein, um an den Nektar, der am Grunde des Sporns sich befindet - heranzukommen.
Es gibt zwar auch Nektarräuber, die die Blüten seitwärts anbohren - ohne die Bestäubung der Blüte dann zu vollziehen, aber ich vermute, dann wäre die Blüte zerstört - es würden sich keine Samen bilden können.
Ich weiß es nicht wer denn nun meine Pel. fulgidum bestäubt hat - aber es bleibt spannend.
Sunbirds haben wir ja leider nicht !! ich mag die so gerne ansehen.
Zuletzt geändert von Gast am Do 26. Jun 2014, 23:11, insgesamt 1-mal geändert.
RosaRot (unerwünscht)

Re: Pelargonium fulgidum - Schöllkrautblättrige Pelargonie

Beitrag von RosaRot (unerwünscht) »

Ja, die hübschen bunten Nektarvögelchen habe recht lange gebogene spitze Schnäbel, damit lässt es sich vermutlich sowohl "tunken" als auch "schlitzen".

Wirst Du denn Deine Samen aussäen spaßeshalber?
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