Katzenfutter nicht an Vögel verfüttern!
Verfasst: Fr 17. Apr 2015, 22:57
Katzenfutter nicht an Vögel verfüttern!
Turmfalken sind die zweithäufigste Greifvogelart in Deutschland.
In vielen Kirchtürmen sind sie heimisch, manchmal auch im eigenen Garten.
Bald kommt wieder die Zeit, wo die geschlüpften Jungvögel zwar noch nicht flügge, aber schon recht mobil sind.
Sie sind sehr neugierig und drängeln sich am Ausflugloch. Manchmal wird dabei der neugierigste Vogel von den nachdrängenden herausgestoßen und stürzt ab.
Das passiert gar nicht so selten.
Sie versuchen sich dann zu verstecken wie z.B. unter meinen Paeonien. Wer so einen Vogel findet und ihm helfen will, sollte folgendes beachten:
Die Tiere sind sehr verängstig. Ruhig stellt man sie, indem man ein dunkles Tuch über das ganze Tier wirft oder wenigstens dafür sorgt, das es nichts mehr sieht.
So wird es ruhiggestellt.
Günstig sind Schutzhandschuhe.
Die kleinen Krallen sind schon rasiermesserscharf. Wird man durch sie an den Händen verletzt, sind die Wunden zwar klein können aber böse eitern.
Jetzt kann man den kleinen Piper in einen Korb legen, den man mit dem dunklen Tuch abdeckt. Es geht auch ein handelsüblicher Katzenkorb. Ist die nächste Tierpflegestation sehr weit entfernt, kann man den kleinen Falken auch selbst ein paar Tage durchfüttern, bis er fliegen kann.
Keinesfalls darf man dazu Katzenfutter nehmen!
Laut Aussage des Tierarztes und auch meines Zoohändlers wird dem industriell gefertigten Katzenfutter Taurin beigefügt. Das ist zwar gut für Katzenaugen aber schädlich für Vögel.
Ich nehme Geflügelleber oder Geflügelklein. Das sollte man nicht zu wenig zur Verfügung haben, denn die Tiere sind erstaunlich gefräßig. Wasser zum Trinken nehmen die Jungfalken nicht an.
Spätestens nach einer Woche beginne ich mit der Flugschule. Dazu wird der inzwischen zutraulich gewordene Falke auf einen Handschuh gesetzt und durch ständiges Heben und Senken des ausgestreckten Armes dazu gebracht, seine Flügel auszubreiten und die Muskeln zu trainieren. Eines Tages hebt er ab und fliegt davon.
Einer kam sogar nach ein paar Tagen noch einmal zurück, setzte sich vor mein Bürofenster und schaute mir eine Weile bei der Computerarbeit zu. Pipo
Alle Fotos vom Autor
Turmfalken sind die zweithäufigste Greifvogelart in Deutschland.
In vielen Kirchtürmen sind sie heimisch, manchmal auch im eigenen Garten.
Bald kommt wieder die Zeit, wo die geschlüpften Jungvögel zwar noch nicht flügge, aber schon recht mobil sind.
Sie sind sehr neugierig und drängeln sich am Ausflugloch. Manchmal wird dabei der neugierigste Vogel von den nachdrängenden herausgestoßen und stürzt ab.
Das passiert gar nicht so selten.
Sie versuchen sich dann zu verstecken wie z.B. unter meinen Paeonien. Wer so einen Vogel findet und ihm helfen will, sollte folgendes beachten:
Die Tiere sind sehr verängstig. Ruhig stellt man sie, indem man ein dunkles Tuch über das ganze Tier wirft oder wenigstens dafür sorgt, das es nichts mehr sieht.
So wird es ruhiggestellt.
Günstig sind Schutzhandschuhe.
Die kleinen Krallen sind schon rasiermesserscharf. Wird man durch sie an den Händen verletzt, sind die Wunden zwar klein können aber böse eitern.
Jetzt kann man den kleinen Piper in einen Korb legen, den man mit dem dunklen Tuch abdeckt. Es geht auch ein handelsüblicher Katzenkorb. Ist die nächste Tierpflegestation sehr weit entfernt, kann man den kleinen Falken auch selbst ein paar Tage durchfüttern, bis er fliegen kann.
Keinesfalls darf man dazu Katzenfutter nehmen!
Laut Aussage des Tierarztes und auch meines Zoohändlers wird dem industriell gefertigten Katzenfutter Taurin beigefügt. Das ist zwar gut für Katzenaugen aber schädlich für Vögel.
Ich nehme Geflügelleber oder Geflügelklein. Das sollte man nicht zu wenig zur Verfügung haben, denn die Tiere sind erstaunlich gefräßig. Wasser zum Trinken nehmen die Jungfalken nicht an.
Spätestens nach einer Woche beginne ich mit der Flugschule. Dazu wird der inzwischen zutraulich gewordene Falke auf einen Handschuh gesetzt und durch ständiges Heben und Senken des ausgestreckten Armes dazu gebracht, seine Flügel auszubreiten und die Muskeln zu trainieren. Eines Tages hebt er ab und fliegt davon.
Einer kam sogar nach ein paar Tagen noch einmal zurück, setzte sich vor mein Bürofenster und schaute mir eine Weile bei der Computerarbeit zu. Pipo
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