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Überwinterung von Hibisken

Verfasst: Fr 13. Sep 2013, 13:40
von UllaL
Es ist fast Mitte September und somit Zeit dass die Hibisken für die Überwinterung im Haus, in der Wohnung vorbereitet werden.
Bevor man die Pflanzen einräumt sollten sie alle mindestens zwei Mal im Abstand von 4 Tagen mit einem Mittel gegen Ungeziefer (weiße Fliegen, Läuse, Spinnmilben) gründlich durch gesprüht werden. Ich bevorzuge Neem Öl da das Ungeziefer dagegen keine Resistenzen aufbaut und auch in einem Zug die Spinnmilben mit erledigt werden.
Wer aber starken Befall von weißen Fliegen oder Spinnmilben hat sollte entsprechende Mittel im Fachhandel kaufen und auch da das zwei- bis dreimalige Spritzen der Pflanzen einhalten um den gesamten Entwicklungszyklus des Ungeziefers zu erwischen.

Ich stelle meine Pflanzen schon nach der ersten Behandlung ins Haus, sieht dann zwar immer wüst bei mir aus aber so schütze ich sie vor Neuansteckung. Was da eventuell an weißen Fliegen noch herumschwirrt bleibt an den bereits aufgehängten Gelbtafeln garantiert hängen.

Auch das Wetter spielt eine Rolle, je kühler und nasser die letzten Tage vor der Behandlung sind desto weniger Ungeziefer haftet an unseren Hibisken, weiße Fliegen und Spinnmilben mögen warmes, trockenes Wetter zur Vermehrung. Auf diese Weise braucht man dann auch eventuell nicht zu den Hämmern unter den Spritzmitteln zu greifen sondern es reichen weniger Bienen gefährdende Mittel wie Neem Öl.

Am besten ist es den Hibisken einen hellen, möglichst auch warmen Standort (20°C) zu geben, dann erfreuen sie uns mit einer langen Blütezeit und gutem Austrieb im Frühjahr.
Möglich ist aber auch eine Nordseite mit 15°C - 18°C, dann wird allerdings die Blüte etwas magerer ausfallen und auch der Neuaustrieb im Frühjahr wird länger auf sich warten lassen.
Von halbdunkler/dunkler (Keller) Überwinterung rate ich ab, kompletter Blattfall wäre die Folge und das führt (bei den hochgezüchteten Sorten) unweigerlich zum Absterben der Pflanze.
Gegossen wird wirklich nur nach Bedarf, den man am besten feststellt indem man den Topf etwas anhebt. Trockenes Substrat, und zwar trocken bis unten im Topf, ist leicht, nasses Substrat schwer. Jedes Überwässern im Herbst/Winter wird von der Pflanze übel genommen, es führt zu Wurzelfäule oder dem Spitzensterben.
Gedüngt werden die Hibisken die Knospen/Blüten tragen noch bis Ende Oktober, allerdings mit einem Kalium-lastigen Dünger und nur noch zwei Mal die Woche in normaler Konzentration. Im November nur noch 1x in der Woche, im Dezember und Januar nur noch ein bis zwei Mal im Monat, je nach Blütenanlage.

Ich hoffe für uns alle wir haben einen kurzen, kalten und sehr sonnigen Winter ;-)
herzliche Grüße
Ulla