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Verbascum lychnitis - Mehlige Königskerze

Verfasst: Do 15. Jun 2017, 22:20
von Martin
Hallo zusammen,

manche Pflanzen werden immer seltener in Deutschland. So auch die Mehlige Königskerze. Die zu den Braunwurzgewächsen (Scrophulariaceae) zählende zweijährige Pflanze ist im Süden Europas noch verbreitet. Im Münsterland und am Niederrhein aber seltener anzutreffen. Die oberseits fast kahlen mehlig wirkenden Blätter und der stark verzweigte Blütenstand unterscheidet sie von den ähnlich aussehenden Arten der Klein- und Großblütigen Königskerze, die aber stärker behaart sind. Im Garten ist die hellgelb blühende Art vollkommen anspruchslos. Ideale Nachbarn sind hohe Gräser wie hier die Goldleisten-Spartina, Katzenminze und Vexiernelken, die ebenfalls zur gleichen Zeit blühen.

Re: Verbascum lychnitis - Mehlige Königskerze

Verfasst: Sa 17. Jun 2017, 14:14
von Tetje
Hallo Martin,

ist das eine Einheimische Pflanze, so weit ich mich erinnern kann ist das eine asiatische Staude? :?

Re: Verbascum lychnitis - Mehlige Königskerze

Verfasst: So 18. Jun 2017, 13:54
von Martin
Hallo Tetje,

diese Zweijährige Pflanze zählt zu den Archäophyten. Pflanzen, die vor 1492 durch den Menschen eingeschleppt wurden. Mag sein, dass die Pflanze ursprünglich aus Asien stammte. So genau weiss ich dies leider nicht. Sie wird zwar nicht als einheimisch, jedoch als heimische Pflanze betrachtet. Vereinzelt kommt sie im Südschwarzwald vor. Vorkommen soll es aber auch in Ostdeutschland geben. Ich bekam die Pflanze durch Zufall. Die Staudengärtnerei hatte wohl versehentlich das Etikett von V. bombyciferum 'Polarsommer' mit dem Etikett von V. lychnitis vertauscht. Obwohl man es eigentlich anhand der Blätter hätte gut erkennen müssen. :--D