Die gezielte Züchtung von Dahlien...
- Bacio (unerwünscht)
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Re: Die gezielte Züchtung von Dahlien...
Hallo,
an dieser Stelle zu dem Bild auf Seite 2 noch eine Richtigstellung. Es handelt sich dabei keinesfalls um die oft in der Literatur gezeigten 3 ersten Dahlien. Auf der rechten Seite im Bild klar ist die Dahlia juarezii zu erkennen. Diese Form kam erst 1874 von Holland nach England und ist der Vorläufer der heutigen Kaktusdahlien. Die Schreibweise "juarezii" resultiert aus der Benennung nach dem damaligen Präsidenten von Mexiko, Benito Juarez. Wir sind allerdings der Meinung, dass eine ursprüngliche Ähnlichkeit der Blütenköpfe mit den scharlachroten Strahlenblüten an die Blüten eines "Cerus speciocissimus", wie auch in der Literatur schon beschrieben, wahrscheinlicher ist.
Im folgenden Bild sind die ersten 3 Dahlien aus Mexiko D. primata, D. rosea und D. coccinea von Thouin 1804 dargestellt.
an dieser Stelle zu dem Bild auf Seite 2 noch eine Richtigstellung. Es handelt sich dabei keinesfalls um die oft in der Literatur gezeigten 3 ersten Dahlien. Auf der rechten Seite im Bild klar ist die Dahlia juarezii zu erkennen. Diese Form kam erst 1874 von Holland nach England und ist der Vorläufer der heutigen Kaktusdahlien. Die Schreibweise "juarezii" resultiert aus der Benennung nach dem damaligen Präsidenten von Mexiko, Benito Juarez. Wir sind allerdings der Meinung, dass eine ursprüngliche Ähnlichkeit der Blütenköpfe mit den scharlachroten Strahlenblüten an die Blüten eines "Cerus speciocissimus", wie auch in der Literatur schon beschrieben, wahrscheinlicher ist.
Im folgenden Bild sind die ersten 3 Dahlien aus Mexiko D. primata, D. rosea und D. coccinea von Thouin 1804 dargestellt.
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Liebe Grüße
Ralf
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Re: Die gezielte Züchtung von Dahlien...
Hallo Bacio, wer sind wir? 
Viele Grüße
Tetje
„Habt Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“
Johann Wolfgang von Goethe
Tetje
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- Bacio (unerwünscht)
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Re: Die gezielte Züchtung von Dahlien...
Anbei der versprochene Beitrag: Teil1
"Wer alljährlich die unermessliche Blütenpracht der überall blühenden Dahlien sieht und die scheinbar unbegrenzte Vielfalt der verschiedenen Farben und Formen bewundert, wird sich sicherlich schon oft gefragt haben, woher eigentlich die zahllosen Sorten kommen. Das Spektrum reicht von den kleinen aparten Mignondahlien bis hin zu den üppigen, kaum zu bändigenden Riesensorten. Dieses Zauberwerk scheint nicht von Menschenhand geschaffen zu sein.
Und doch ist alles ein Ergebnis intensiver Züchtungsarbeit passionierter Gärtner, die im Verlauf von immerhin 200 Jahren geschah. Die Dahlie kam nach verläßlichen Angaben 1789 bzw. 1790 aus Mexiko nach Spanien und verbreitete sich von dort aus sehr rasch über ganz Europa. Dabei kam sie allerdings noch im züchterischen „Rohzustand", nämlich in Form verschiedener Wildarten zu uns - mit vergleichsweise kleinen unscheinbaren Blüten. Mit den heutigen durchgezüchteten, farbintensiven Gartendahlien hätten sie noch nicht konkurrieren können.
Die Züchter erkannten aber sehr schnell, daß dieser Neuimport aus dem Sonnenland Mexiko, wo die Dahlie von den Azteken „acocotli" genannt wurde, ein immenses Züchtungspotenzial in sich barg. Wegen ihrer enormen Vielfalt von Formen und Farben erhielt die Kulturform dann den botanischen Namen Dahlie variabilis.
Dieses Züchtungspotenzial wurde bis heute auch intensiv genutzt. Jedes Jahr kommen neue Sorten auf den Markt, und immer wieder sind neue und überraschende Form- und Farbkombinationen darunter. Die Variationsmöglichkeiten scheinen unbegrenzt. Ein Ende ist nicht abzusehen.
Wie aber geht nun die Züchtung neuer Sorten vor sich? Dies ist in der Theorie ganz einfach. Man sammelt im Herbst Samen ein, sät diesen im Frühjahr wieder aus und liest aus den entstehenden Pflanzen aussichtsreiche Sortenkandidaten aus! Mehr ist nicht erforderlich.
In der Praxis sieht es dann aber doch etwas anders aus. Einige Kniffe und viel Erfahrung gehören dazu."
Quelle: DDFGG
"Wer alljährlich die unermessliche Blütenpracht der überall blühenden Dahlien sieht und die scheinbar unbegrenzte Vielfalt der verschiedenen Farben und Formen bewundert, wird sich sicherlich schon oft gefragt haben, woher eigentlich die zahllosen Sorten kommen. Das Spektrum reicht von den kleinen aparten Mignondahlien bis hin zu den üppigen, kaum zu bändigenden Riesensorten. Dieses Zauberwerk scheint nicht von Menschenhand geschaffen zu sein.
Und doch ist alles ein Ergebnis intensiver Züchtungsarbeit passionierter Gärtner, die im Verlauf von immerhin 200 Jahren geschah. Die Dahlie kam nach verläßlichen Angaben 1789 bzw. 1790 aus Mexiko nach Spanien und verbreitete sich von dort aus sehr rasch über ganz Europa. Dabei kam sie allerdings noch im züchterischen „Rohzustand", nämlich in Form verschiedener Wildarten zu uns - mit vergleichsweise kleinen unscheinbaren Blüten. Mit den heutigen durchgezüchteten, farbintensiven Gartendahlien hätten sie noch nicht konkurrieren können.
Die Züchter erkannten aber sehr schnell, daß dieser Neuimport aus dem Sonnenland Mexiko, wo die Dahlie von den Azteken „acocotli" genannt wurde, ein immenses Züchtungspotenzial in sich barg. Wegen ihrer enormen Vielfalt von Formen und Farben erhielt die Kulturform dann den botanischen Namen Dahlie variabilis.
Dieses Züchtungspotenzial wurde bis heute auch intensiv genutzt. Jedes Jahr kommen neue Sorten auf den Markt, und immer wieder sind neue und überraschende Form- und Farbkombinationen darunter. Die Variationsmöglichkeiten scheinen unbegrenzt. Ein Ende ist nicht abzusehen.
Wie aber geht nun die Züchtung neuer Sorten vor sich? Dies ist in der Theorie ganz einfach. Man sammelt im Herbst Samen ein, sät diesen im Frühjahr wieder aus und liest aus den entstehenden Pflanzen aussichtsreiche Sortenkandidaten aus! Mehr ist nicht erforderlich.
In der Praxis sieht es dann aber doch etwas anders aus. Einige Kniffe und viel Erfahrung gehören dazu."
Quelle: DDFGG
Viele Grüße von der
Admina
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Re: Die gezielte Züchtung von Dahlien...
Teil II (Quelle:DDFGG)
"Zunächst muß man wissen, dass bei der beim Liebhabergärtner üblichen Vermehrung der Dahlien durch Teilung der Knollen keine neuen Sorten entstehen. Es entstehen immer nur genau identische Pflanzen, weil das Erbgut dabei nicht verändert wird. Die Gesamtheit aller dieser genetisch identischen Pflanzen nennt man einen Klon. Das Gleiche gilt auch bei der Anzucht neuer Pflanzen aus Stecklingen im Gewächshaus, wo die Knollen vorgetrieben und die sich dann bildenden Triebe abgeschnitten und in ein Pflanzsubstrat gesetzt werden. Bei beiden Methoden handelt es sich um die sog. vegetative Vermehrung.
Wirklich neue Sorten - und das ist ja der Sinn der Züchtungsarbeit - gewinnt man demgegenüber nur durch eine Vermehrung über den Samen der Dahlien. Dies nennt man die generative Vermehrung. Durch Bestäubung der Stempel mit Blütenstaub entstehen in den Blüten die Samen. Wenn man die einzelnen Blüten abblühen läßt, zeigen sich Samenkapseln, die geerntet und während des Winters kühl und trocken gelagert werden.
Im Frühjahr (ca. März) sät man die Samen, die meistens wie kleine flache, schwarze Stifte aussehen, in ganz normale Anzuchterde und stellt die Kiste warm. Das Aussäen kann breitwürfig, durch Nebeneinanderlegen der Samen oder durch Stecken mit einer Pinzette (das schmalere Ende nach unten) erfolgen. Die Samen keimen, und die dann entstehenden kleinen Pflänzchen werden pikiert und in einzelne Pflanztöpfe gesetzt. Sie bleiben dann bis etwa Ende Mai, wenn garantiert keine Nachtfröste mehr auftreten, im Gewächshaus bzw. im Frühbeet und werden erst dann ins Freiland gesetzt. Hier wachsen sie bereits im selben Jahr zur vollen Größe heran, bringen Blüten und bilden vollwertige Knollen. Diese kann man im nächsten Frühjahr, wie alle anderen Knollen auch, wieder auspflanzen.
Nur über den Samen kann man in der geschilderten Form neue Sorten heranzüchten. Durch die Verschmelzung des männlichen Pollens mit der weiblichen Eizelle erfolgt für jedes Samenkorn eine Neukombination des elterlichen Erbmaterials. Die aus den Samen herangezogenen Pflanzen sind deshalb immer von ihren Eltern verschieden, sie fallen nicht sortenecht aus, wie der Gärtner sagt. Dies ist selbst bei den Wildarten in geringerem Maß......"
"Zunächst muß man wissen, dass bei der beim Liebhabergärtner üblichen Vermehrung der Dahlien durch Teilung der Knollen keine neuen Sorten entstehen. Es entstehen immer nur genau identische Pflanzen, weil das Erbgut dabei nicht verändert wird. Die Gesamtheit aller dieser genetisch identischen Pflanzen nennt man einen Klon. Das Gleiche gilt auch bei der Anzucht neuer Pflanzen aus Stecklingen im Gewächshaus, wo die Knollen vorgetrieben und die sich dann bildenden Triebe abgeschnitten und in ein Pflanzsubstrat gesetzt werden. Bei beiden Methoden handelt es sich um die sog. vegetative Vermehrung.
Wirklich neue Sorten - und das ist ja der Sinn der Züchtungsarbeit - gewinnt man demgegenüber nur durch eine Vermehrung über den Samen der Dahlien. Dies nennt man die generative Vermehrung. Durch Bestäubung der Stempel mit Blütenstaub entstehen in den Blüten die Samen. Wenn man die einzelnen Blüten abblühen läßt, zeigen sich Samenkapseln, die geerntet und während des Winters kühl und trocken gelagert werden.
Im Frühjahr (ca. März) sät man die Samen, die meistens wie kleine flache, schwarze Stifte aussehen, in ganz normale Anzuchterde und stellt die Kiste warm. Das Aussäen kann breitwürfig, durch Nebeneinanderlegen der Samen oder durch Stecken mit einer Pinzette (das schmalere Ende nach unten) erfolgen. Die Samen keimen, und die dann entstehenden kleinen Pflänzchen werden pikiert und in einzelne Pflanztöpfe gesetzt. Sie bleiben dann bis etwa Ende Mai, wenn garantiert keine Nachtfröste mehr auftreten, im Gewächshaus bzw. im Frühbeet und werden erst dann ins Freiland gesetzt. Hier wachsen sie bereits im selben Jahr zur vollen Größe heran, bringen Blüten und bilden vollwertige Knollen. Diese kann man im nächsten Frühjahr, wie alle anderen Knollen auch, wieder auspflanzen.
Nur über den Samen kann man in der geschilderten Form neue Sorten heranzüchten. Durch die Verschmelzung des männlichen Pollens mit der weiblichen Eizelle erfolgt für jedes Samenkorn eine Neukombination des elterlichen Erbmaterials. Die aus den Samen herangezogenen Pflanzen sind deshalb immer von ihren Eltern verschieden, sie fallen nicht sortenecht aus, wie der Gärtner sagt. Dies ist selbst bei den Wildarten in geringerem Maß......"
Viele Grüße von der
Admina
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Re: Die gezielte Züchtung von Dahlien...
Hallo,
hierzu eine Anmerkung. Die Aussage, dass Dahlien nicht über Samen sortenecht vermehrt werden können, ist nicht richtig.
In der DDR gab es einige Sorten, die nach entsprechender Auslese, ausschließlich sortenecht über Samen vermehrbar waren. So z.B. die Mignondahlien NZ Goldband, NZ Rosaband und NZ Silberband. Später, 1979 kamen dann die besten mit Namen NZ Rotes Band und NZ Purpurband auf den Markt. Leider gibt es diese Sorten heute nicht mehr.
Ich kann mir aber auch heute noch bei ensprechender Selektion vorstellen, das es auch noch Sorten gibt, die diese Anlagen noch haben.
Wer einmal selbst mit Dahliensamen vermehrt hat, wird feststellen, das er viele vermeintlich "gleiche" wiederbekommt. Außerdem ist nachweislich wissenschaftlich belegt, dass es einen hohen Anteil an Selbstbestäubung bei Dahlien gibt, was natürlich nicht unbedingt zu guten gesunden Sorten führt.
hierzu eine Anmerkung. Die Aussage, dass Dahlien nicht über Samen sortenecht vermehrt werden können, ist nicht richtig.
In der DDR gab es einige Sorten, die nach entsprechender Auslese, ausschließlich sortenecht über Samen vermehrbar waren. So z.B. die Mignondahlien NZ Goldband, NZ Rosaband und NZ Silberband. Später, 1979 kamen dann die besten mit Namen NZ Rotes Band und NZ Purpurband auf den Markt. Leider gibt es diese Sorten heute nicht mehr.
Ich kann mir aber auch heute noch bei ensprechender Selektion vorstellen, das es auch noch Sorten gibt, die diese Anlagen noch haben.
Wer einmal selbst mit Dahliensamen vermehrt hat, wird feststellen, das er viele vermeintlich "gleiche" wiederbekommt. Außerdem ist nachweislich wissenschaftlich belegt, dass es einen hohen Anteil an Selbstbestäubung bei Dahlien gibt, was natürlich nicht unbedingt zu guten gesunden Sorten führt.
Liebe Grüße
Ralf
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Re: Die gezielte Züchtung von Dahlien...
Teil III (Quelle DDFGG)
Mit freundlicher Erlaubnis!
"....so. Auch bei ihnen variieren die Nachkommen. Die gezüchteten Gartendahlien dagegen variieren bei der Samenvermehrung ganz erheblich.
Und hier beginnt nun die Kunst des erfolgreichen Züchters. Samenkapseln gibt es in jedem Garten genug. Der Züchter könnte Zehntausende von Samenkörnern und Jungpflanzen heranziehen. Er muß sich aber entscheiden, welche Eltern¬pflanzen er zur Züchtung benutzt. Das ist bei Dahlien genauso schwierig wie bei allen anderen Pflanzen- oder Tierarten. Hierfür braucht er Beobachtungs¬gabe, Wissen und Erfahrung und natürlich auch, wie überall im Leben, Glück. Die wichtigsten Merkmale einer potenziellen neuen Dahliensorte sind: Wider¬standsfähigkeit gegen Virosen und andere Krankheiten, Wuchs, Aufbau, Stand¬festigkeit, Belaubung, Wuchshöhe, Anordnung der Blüten über dem Laub, Form und Größe der Blüte, Frühzeitigkeit der Blüte, Blühwilligkeit, Farbe und Farbwirkung, Neigungswinkel der Einzelblüte, Länge und Festigkeit des Sten¬gels, Blütenhaltbarkeit, Farbbeständigkeit auch bei Wind und Regen, Selbstrei-nigung der Blüten, Widerstandsfähigkeit der Pflanze gegen Witterungseinflüsse, Wüchsigkeit und Haltbarkeit der Knollen und Neuheitenwert.
Sind diese Merkmale an den auszuwählenden Elternpflanzen möglichst in der gewünschten Form ausgeprägt, besteht eine größere Wahrscheinlichkeit, dass unter den Nachkommen auch Pflanzen zu finden sind, an denen möglichst viele dieser Merkmale auch in der gewünschten Form auftreten.
Hat sich der Züchter für bestimmte Elternpflanzen entschieden, muß er die Züchtungsmethode wählen.
Für Dahlien kommen prinzipiell zwei Methoden in Frage: die gezielte Kreuzung von Hand und das freie Abblühenlassen der Mutterpflanze in möglichst geeigneter Umgebung. Im zweiten Fall übernehmen die von der Natur hierfür vorgesehenen Helfer, die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die Bestäubungsarbeit."
Fortsetzung folgt
Mit freundlicher Erlaubnis!
"....so. Auch bei ihnen variieren die Nachkommen. Die gezüchteten Gartendahlien dagegen variieren bei der Samenvermehrung ganz erheblich.
Und hier beginnt nun die Kunst des erfolgreichen Züchters. Samenkapseln gibt es in jedem Garten genug. Der Züchter könnte Zehntausende von Samenkörnern und Jungpflanzen heranziehen. Er muß sich aber entscheiden, welche Eltern¬pflanzen er zur Züchtung benutzt. Das ist bei Dahlien genauso schwierig wie bei allen anderen Pflanzen- oder Tierarten. Hierfür braucht er Beobachtungs¬gabe, Wissen und Erfahrung und natürlich auch, wie überall im Leben, Glück. Die wichtigsten Merkmale einer potenziellen neuen Dahliensorte sind: Wider¬standsfähigkeit gegen Virosen und andere Krankheiten, Wuchs, Aufbau, Stand¬festigkeit, Belaubung, Wuchshöhe, Anordnung der Blüten über dem Laub, Form und Größe der Blüte, Frühzeitigkeit der Blüte, Blühwilligkeit, Farbe und Farbwirkung, Neigungswinkel der Einzelblüte, Länge und Festigkeit des Sten¬gels, Blütenhaltbarkeit, Farbbeständigkeit auch bei Wind und Regen, Selbstrei-nigung der Blüten, Widerstandsfähigkeit der Pflanze gegen Witterungseinflüsse, Wüchsigkeit und Haltbarkeit der Knollen und Neuheitenwert.
Sind diese Merkmale an den auszuwählenden Elternpflanzen möglichst in der gewünschten Form ausgeprägt, besteht eine größere Wahrscheinlichkeit, dass unter den Nachkommen auch Pflanzen zu finden sind, an denen möglichst viele dieser Merkmale auch in der gewünschten Form auftreten.
Hat sich der Züchter für bestimmte Elternpflanzen entschieden, muß er die Züchtungsmethode wählen.
Für Dahlien kommen prinzipiell zwei Methoden in Frage: die gezielte Kreuzung von Hand und das freie Abblühenlassen der Mutterpflanze in möglichst geeigneter Umgebung. Im zweiten Fall übernehmen die von der Natur hierfür vorgesehenen Helfer, die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die Bestäubungsarbeit."
Fortsetzung folgt
Viele Grüße von der
Admina
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Re: Die gezielte Züchtung von Dahlien...
Eigentlich sind diese Aufführungen für mich persönlich teilweise widersprüchlich....
Wie denkt ihr darüber?
Wie denkt ihr darüber?
Viele Grüße
Tetje
„Habt Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“
Johann Wolfgang von Goethe
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Re: Die gezielte Züchtung von Dahlien...
Hallo Tetje,
erklär doch mal bitte, warum sie für dich widersprüchlich sind. Vielleicht kann man dann ja etwas eigenes dazu beitragen. Ich sehe da nicht unbedingt einen Widerspruch.
erklär doch mal bitte, warum sie für dich widersprüchlich sind. Vielleicht kann man dann ja etwas eigenes dazu beitragen. Ich sehe da nicht unbedingt einen Widerspruch.
Liebe Grüße
Ralf
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Re: Die gezielte Züchtung von Dahlien...
Hallo zusammen,Admin hat geschrieben:Teil III (Quelle DDFGG)
Mit freundlicher Erlaubnis!
Im zweiten Fall übernehmen die von der Natur hierfür vorgesehenen Helfer, die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die Bestäubungsarbeit.
sehr löblich im Ansatz, aber in der Ausführung mit zu großen Unbekannten belastet. Um das aber konkret und richtig umzusetzen, bleibt nur eine Methode der Züchtung übrig und das wäre die gezielte Züchtung(Kreuzung).
Fazit:
Das Restrisiko einer Fremdbestäubung ist bei dieser genannten Methode einfach zu hoch und somit ist für mich der Beitrag teilweise widersprüchlich....
Viele Grüße
Tetje
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