Lieber Tetje,
Gänse sind schon ganz schön anhänglich und auch sehr intelligent. Ich mag sie auch sehr gerne - und außerdem sind sie sehr gute Wachhunde. Da kommen so schnell keine ungebetenen Gäste aufs Grundstück - und wenn ja, wird man lauthals darauf aufmerksam gemacht.
Die meisten Sorten Eier schmecken tatsächlich ein wenig anders. Die Gänseeier haben, wenn sie gekocht werden, ein relativ klares Eiweiß, also nicht so strahlend weiß wie das eines Hühnereies - sondern es wirkt ein wenig durchscheinend und ist sehr fest bzw. zäh. Da ich nicht unbedingt ein Fan dieser Eier bin, nimmt mein Mann sie meist für zwei seiner Arbeitskollegen mit, die sie uns aus den Händen reißen. Neulich hat meine Mutter mir erzählt, dass sie eine Kochsendung gesehen hat, wo aus Gänseeiern verschiedene Delikatessen zubereitet wurden und die Köche sehr von den Gänseeiern geschwärmt haben.
Bei uns wurden früher Gänse- und Enteneier eher zum Kuchenbacken genutzt - das stammt wohl noch aus Großmutters Zeiten und ist wohl auch der Grund, warum ich selbst sie nicht so gerne mag. Sie sollen aber vor allem als herzhaftes Rührei besonders lecker sein laut der Arbeitskollegen meines Mannes, aber auch gekocht.
Gegen sonstige Eier aller Hühnerrassen habe ich aber keine solche Abneigung und finde die unterschiedlichen Größen und Farben da eher appetitanregend - wobei meine klaren Favoriten hier die kleinsten - die Chabo-Eier - sind. Diese schmecken traumhaft gut. Ich koche sie sehr oft für ein paar Tage vor als leckere Salatzutat - denn ich esse sehr gerne frische Salate - u. a. mit gekochten Eiern - oder auch Schnittlauch-Eier-Salat - mit vielen Chabo-Eiern. (Da läuft mir gerade schon wieder das Wasser im Munde zusammen.) Die Chabo-Eier haben ein herzhaftes, leicht nussiges Aroma und einen sehr zarten, dicken und leicht buttrigen Eidotter. Sie sind bei uns auch als gefüllte Eier auf jeder Party präsent, da sind sie immer DER Renner - und die Hälften sind nur ein kleines, mundgerechtes Häppchen - im Gegensatz zu den gefüllten Eiern aus den normal großen Hühnereiern.
Die Eier unserer normalgroßen Legehennen, egal ob cremefarbig, dunkelbraun oder grün/blau schmecken alle sehr ähnlich und sehen auch ohne Schale alle gleich aus - der Dotter ist definitiv bei allen Sorten gelb. Ganz leichte Nuancen im Geschmack gibt es hier - aber es sind nur winzige Nuancen - und ich bin nicht sicher, ob das nicht eher auf die Henne zurückzuführen ist, die Urheberin des jeweiligen Eies ist - ich vermute dieses.
Magnolia hat geschrieben:"Grüne Eier" haben wir auch schon gegessen - und, ja.... es hat Überwindung gekostet, aber sie waren nachher richtig lecker. Allerdings ist der Dotter auch "grau" was doch ziemlich abschreckend war.
Definitiv haben grüne/blaue und auch dunkelbraune Eier genauso gelbe Dotter, wie die "normalen" cremefarbenen oder weißen Hühnereier. Wenn der Dotter grau wird wurde das Ei zu heiß oder zu lange gekocht. Das macht aber vom Geschmack auch nichts aus und passiert mir auch regelmäßig, vor allem bei den Chabo-Eiern, denn die sind ja recht klein und ich lasse sie einfach manchmal zu lang im Topf kochen.
Durch das zu starke oder lange Erhitzen setzen sich während des Kochens Eisen des Dotters frei und Schwefelwasserstoff des Eiklars. In einer chemischen Reaktion verbinden sich diese beiden Elemente zu Eisensulfid, was die Dotter äußerlich grünlich bis bläulichgrau verfärben kann.
Dies ist besonders bei industriell gekochten Eiern oft zu finden, da bei diesen durch die längere Kochzeit eventuelle Krankheitserreger (z. B. Salmonellen) abgetötet werden sollen und die Eier länger haltbar bleiben.
Dieser Mangel ist allerdings nur optisch, denn obwohl Eisensulfid gesundheitsschädlich ist, birgt es in dieser geringen Konzentration keinerlei gesundheitliche Risiken.
(Quelle für diese Info ist Wikipedia)