Düngung von Hibisken

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UllaL

Re: Düngung von Hibisken

Beitrag von UllaL »

Auxym enthält Phytohormone wie Auxine, Cytokinine und Gibberelline durch die das Streckenwachstum verbessert wird, ebenso wie die Bildung von Adventiv- und Seitenwurzeln, was gerade auch bei Sämlingen ganz wichtig ist.
Für die erwachsenen Pflanzen ist die Förderung des Austreibes von Seitenknospen, also neuen Treiben, sowie die Steigerung der Blütenbildung ganz entscheidend.

Diese Phytohormone sind wohl der Grund warum Auxym so gut bei den Sämlingen wie auch bei den größeren Pflanzen wirkt und andere Pflanzenhilfsmittel dagegen so wenig bewirken.

Herzliche Grüße
Ulla
Brigitte Stisser

Re: Düngung von Hibisken

Beitrag von Brigitte Stisser »

Ich habe zwar nicht DIE große Hibiskuserfahrung wie Ulla,
Aber da ich einiges an großen , selbstgezogenen Hibiskusbäumen besitze, teilweise 15 Jahre alt - möchte ich zu dem Thema folgendes sagen:
Hakaphos ist für mich DER Dünger. Er ermöglicht mir, zu jeder Jahreszeit gezielt zu Düngen.
Außerdem hat er den großen Vorteil, dass er sich im Wasser sehr schnell und was wichtig ist - rückstandslos auflöst.

Wenn davon die Rede ist, dass der Phosphatgehalt des Düngers zu hoch ist. es gibt Hahaphos auch Phosphatfrei.
Und zwar Hakaphos gelb. Formel:

Hakaphos® gelb 20+0+16+(2)

Ganz wichtig ist er für Proteen und evtl. Moorbeetpflanzen( Rhododendron, Azaleen , Hortensien u.a.) . Aber auch unsere Kübelpflanzen, die oft jahrelang im gleichen Substrat stehen -
die können Schäden durch zu hohen P- Anteil im Boden bekommen und eingehen. Phosphat wird sehr viel schlechter abgebaut und reichert sich im Boden an, was dann bis zu Totalverlusten führen kann.
( Meine 15 jähtige Caesalpinia + 2 Albizzia lophanta).
Uns wird immer weisgemacht, düngt, düngt mit möglichst hohem Phsphor-Anteil - damit Eure Pflanzen schön Blühen.
Ich halte das für ungeeignet ( bis Unsinn ) .Pflanzen, die nach einem Jahr entsorgt werden - da spielt es keine große Rolle.

Hakaphos wurde in den 1930 Jahren entwickelt, Da man damals die Reihenfolge bei der Angabe
der Bestandteile entweder noch nicht festgelegt hatte - oder weil es melodischer klang wurde
der neue Dünger Ha ( für Harnstoff) - Ka ( für Kalium ) - Phos ( für Phosphor) getauft.
Heute wird ja angegeben: Sticksoff - Phosphor - Kali + (Spurenelemente)
UllaL

Re: Düngung von Hibisken

Beitrag von UllaL »

Liebe Pelargonia,

Danke für Deine Informationen bezüglich Hakaphos, aber ganz ohne Phosphor geht es nicht!
Wenn man Hakaphos gelb nimmt indem gar kein Phosphor ist MUSS man 2x in der Woche mit einem Phosphorbetonten Dünger eine Blattspritzung machen und wer will das schon.
Ich mache im Sommer wenn alle meine Pflanzen draußen stehen und das Wetter das zulässt 1x diese Blattdüngung, vor allen in der Wachstumszeit bis Juli.
Das Problem mit dem Phosphor ist nicht nur der schlechte Abbau sondern die dadurch blockierte Aufnahme von wichtigen Spurenelementen.

Wer seine Hibisken draußen stehen hat dem hilft der Regen, er spült die Pflanzen kräftig durch sodass die Konzentration gemildert wird :-)

Herzliche Grüße
Ulla
RosaRot (unerwünscht)

Re: Düngung von Hibisken

Beitrag von RosaRot (unerwünscht) »

Pelargonia,

düngst Du denn Deine Hibisken ausschließlich mit Hakaphos gelb? Über all die Jahre? Ohne Blattdüngung?
Und in was für einem Substrat hast Du sie stehen?

In einem älteren englischen Artikel las ich unlängst, dass dort empfohlen wurde, Hibiskus mit Nitrophoska 12-5-14 zu düngen, also mit sehr niedrigem Phosphatgehalt, aber nicht ganz ohne. Das ist ein Dünger, der in D scheinbar nicht auffindbar ist, in Australien und anderswo aber üblich ist. Der Artikel bezog sich auf ausgepflanzte Hibisken im Freien, es wurde aber angegeben, dass sich diese Empfehlung auch auf Hibisken in Töpfen übertragen lässt.

Meine Suche nach einem ähnlich formulierten Dünger brachte kein so recht passendes Ergebnis, ein bißchen weniger Phosphat (als 15-10-15 oder 14-7-14) wäre mir aber schon lieb. Auch finde ich den etwas reduzierten Stickstoffgehalt bei Nitrophoska ganz gut.
Brigitte Stisser

Re: Düngung von Hibisken

Beitrag von Brigitte Stisser »

Liebe RosaRot

Ich kann nur meine Erfahrungen wiedergeben. Nein - ich schrieb nicht, dass ich nur mit Hakaphos gelb dünge. Das ist dann wohl falsch rübergekommen.

Ich habe mir das Hakaphos gelb besorgt - weil ich meine Australier ( u.a. Callistemon) phosphatfrei dünge.
Und da bietet es sich an, auch den Hibisken und auch anderen Kübelpflanzen in unregelmäßigen Abständen auch mal diesen Dünger zu geben.
Denn der dauernde und "hochprozentige" Einsatz von Phosphaten, die im Boden sehr langsam abgebaut werden - und durch Überdosierung die Aufnahme von wichtigen Spurenelementen für die Pflanze verhindern - besonders Zink, Kalzium, Eisen, Kupfer und Magnesium, weil das Phosphat aus diesen Spurenelementen natürliche Phosphate bildet und dadurch die Pflanzen zu kurz kommen lässt.
Außerdem ist ein gut ausgebildetes Wurzelsystem für die P-Aufnahme unverzichtbar.Und der richtige PH-Wert.

So, dass sind nun alles Argumente - mit hochdosierten Phospatdüngern behutsam umzugehen.

Man kann aber auch noch einen anderen Weg gehen.
Und zwar muss man nicht immer Volldünger nehmen.
Die ganz ordinären Hornspäne / Hornmehl ersetzen immer mal wieder eine Volldüngergabe, sind gut abbaubar und geben der Pflanze zur Zeit des vegetativen Wachstums das was sie dann am meisten braucht. - den Stickstoff.
Ich persönlich bevorzuge seit neuestem Hornmehl - es wirkt schneller.

Ich habe nicht den Eindruck, dass ab Mitte Juli, wenn bei meinen Pflanzen die Blüte einsetzt, der Stickstoffgehalt
die Blühleistung verhindern würde.
Fazit: Volldünger und zwischendurch mal Hornmehl ( bis Juli) - also sie blühten recht ordentlich.
Erfahreungen von B. Sti. - jeder kann andere haben.
RosaRot (unerwünscht)

Re: Düngung von Hibisken

Beitrag von RosaRot (unerwünscht) »

Liebe Pelargonia,

vielen Dank! Da hatte ich das mit dem gelben Hakaphos nicht ganz richtig verstanden, gut dass Du es noch mal erklärt hast!
Hornmehl habe ich da, für den Garten, das werde ich mal ausprobieren. Das müsste ja dann für den Austrieb im Frühjahr gut sein. Hornspäne habe ich meistens schon der Pflanzerde zugemischt, wenn ich umgepflanzt habe, das könnte man noch intensivieren.

Gibt es denn bei jemandem Erfahrungen mit Mykhorrhiza-Zusätzen zum Substrat für Hibiskus?
(Ich setze Mykhorriza vor allem beim Pflanzen im Garten ein, die Wurzeln werden besser ausgebildet, das ist auf unserem trockenen Boden wichtig. Seitdem ich das mache habe ich eigentlich keine Verluste mehr.)
UllaL

Re: Düngung von Hibisken

Beitrag von UllaL »

Liebe Pelargonia,

das mit dem Hornmehl finde ich sehr interessant. Wird das Hornmehl tatsächlich komplett in der Topferde zersetzt bei Deinen Pflanzen?
Ich habe vor Jahren Versuche mit meinen großen Pflanzen in dieser Richtung gemacht und habe im nächsten Jahr noch immer Reste des Hornmehls in der Erde vorgefunden, es war aber unangenehm schlierig. Ich habe dann Abstand von weiteren Versuchen genommen, vor allen Dingen weil mein Gärtnerfreund mir mitteilte dass es schon ganz warme Erde braucht um tatsächlich das Hornmehl in der Erde so aufzuschließen dass es den Pflanzen zur Verfügung steht, ähnlich wie bei dem Langzeitdünger in den geharzten Kapseln.
Im Garten arbeiten ja viele "Tierchen" die dann entsprechend das Hornmehl für die Pflanzen aufbereiten, im Topf sei das aber nicht der Fall.
Ich bin also komplett davon abgekommen und ernähre meine Hibisken mit all den guten Düngern die uns ja zur Verfügung stehen :-)

RosaRot,

ich habe natürlich auch Mykhorriza bei meinen Hibisken ausprobiert, das Problem ist aber dass mit der kräftigen Düngung das Ganze ad absurdum geführt wurde.
Wo ich mich aber daran hielt lt Empfehlung nur mäßig zu düngen hatte ich dann zwar ein gutes Wurzelwerk aber kaum Blüten, also war das nichts für mich, zumal ich auch durch entsprechende Düngung zu solch gutem Wurzelwerk kommen konnte.

Herzliche Grüße
Ulla
Bernhard Kompa

Re: Düngung von Hibisken

Beitrag von Bernhard Kompa »

Pelargonia hat geschrieben:Was bedeutet : hinbekomme ??
Nimm' ste einen ausgeglichenen Dünger - ich denke Du weißt was das ist - setzt 1 %ig an - und gießt damit.
... wenn Du es wußtest - sorry. ...
... bestimmte Sachen muß man mir immer wieder sagen, obwohl ich sie wissen sollte. :oops:
Ich nehme 100 g des gewählten Düngers und löse ihn in wenig lauwarmem Wasser auf. Den aufgelösten Dünger gieße ich in eine 1 L-Flasche (günstigerweise eine leere Flüssigdüngerflasche) und fülle mit Wasser auf 1 L auf.
Wenn ich nun eine Kappe voll (20 ml) auf in eine 5 L-Kanne gebe, ist für mein Gefühl die Konzentration in etwa hoch genug.
1 %ig heißt 100g auf zehn Liter?
Brigitte Stisser

Re: Düngung von Hibisken

Beitrag von Brigitte Stisser »

Ganz so pingelig muss man nicht sein ( wie z.B. in der Medizin oder Chemie).

1 %ig heißt : 1 g auf 100 ml - 10 g / pro l - 100 g / 10 l.

Molgewichte und sowas braucht man nicht zu berücksichtigen.
Bernhard Kompa

Re: Düngung von Hibisken

Beitrag von Bernhard Kompa »

Und mit dieser Konzentration würden Pflanzen eine Blattdüngung vertragen?
(... ich vergaß zu erwähnen, daß ich mein Düngerwasser bei jedem Gießen verwende ...)
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