Offiziell ist nun nach 40 Tagen die Weihnachtszeit beendet und in der katholischen Kirche werden Krippe und Weihnachtsbaum abgebaut.
Traditionell wird der Jahresbedarf an Kerzen und für den privaten Gebrauch geweiht.
Und spätestens jetzt merkt man es auch deutlich, dass die Tage wieder länger sind.
Nach einer Bauernregel: … „an Lichtmess um eine ganze Stund.“
Hier in unserer Region ist es ungewöhnlich winterlich und eine Schneedecke liegt teils über den Pflanzen ausgebreitet.
Selbst das Winterbaden gestaltet sich als schwierig, da viele Seen einfach zugefroren sind.
Und wenn nicht, dann schwimmen kleine Eisschollen an der Wasseroberfläche.
Wer möchte, kann sich auch ein wenig an den acht keltisch-germanischen Jahreskreisfesten orientieren, um den Alltag bewusst im Rhythmus der Natur nachzuleben.
Das erste Jahreskreisfest im Jahr – „Imbolc“ – wird traditionell am zweiten Vollmond nach der Wintersonnenwende gefeiert, heuer ist das der erste Februar 2026.
Der Temin markiert den Übergang vom Winter zu Frühling.
Man feiert die Rückkehr des Lichtes. Die Tage werden spürbar länger und ein leises Frühlingsahnen liegt in der Luft.
Schneeglöckchen als zuverlässige Boten des Frühlings zeugen davon.
Sie sind kaum zehn Zentimeter hoch und doch verheißen sie alles Glück dieser Erde, gut verpackt zwischen drei weißen, schlichten Hüllblättern, bedruckt mit einer grünen Mitte.
Und sie läuten Maria Lichtmess ein, darum nennt man sie auch „Lichtmess-Glöckchen“.
Die Blüte der Schneeglöckchen zeigt im phänologischen Kalender, der sich mit regionalen, regelmäßig wiederkehrenden Entwicklungserscheinungen der Natur beschäftigt, den Beginn des Vorfrühlings an. Auch die Blüte der Hasel ist ein Indiz hierfür.
Noch lässt sich die Natur Zeit und ich persönlich bin froh über den „Aufschub“, bevor es wieder hektischer und arbeitsreicher wird.